Die geistigen Individualitäten unseres Planetensystems — Schicksalbestimmende und menschenbefreiende Planeten

GA 228/1923-07-27/p015 ·1923-07-27 · original (original)
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In gewissem Sinne ist ein Gegensatz zu dieser Mondenindividualität der äußerste Planet - wenigstens der für die Alten äußerste Planet, es sind ja später noch der Uranus und der Neptun dazugekommen, aber betrachten wir diese beiden letzteren jetzt nicht -, einen gewissen Gegensatz zu dieser Mondenindividualität bildet die Saturnindividualität [grün, Zeichnung S. 25]. Die Saturnindividualität ist so geartet, daß sie eigentlich von dem Weltenall selbst zwar in der mannigfaltigsten Weise angeregt wird, daß sie aber wenigstens auf die Erde von diesen Anregungen aus dem Weltenall nichts zurückkommen läßt, nichts hinstrahlt. Gewiß, auch der Saturn wird von der Sonne bestrahlt, aber dasjenige, was er von den Sonnenstrahlen wieder zurückwirft, hat keine Bedeutung für das irdische Leben, sondern der Saturn ist ganz und gar derjenige Weltenkörper unseres Planetensystems, der sich voll hingibt in seinem eigenen Wesen. Er strahlt sein eigenes Wesen in die Welt hinaus. Und wenn man den Saturn betrachtet, dann sagt er einem eigentlich immer, wie er ist. Während der Mond, wenn man ihn äußerlich betrachtet, einem sagt, wie alles andere in der Welt ist, sagt einem der Saturn gar nichts von dem, was er an Anregungen von der übrigen Welt empfängt, sondern er spricht immer nur von sich selbst. Er sagt nur das, was er selbst ist. Und dasjenige, was er selbst ist, enthüllt sich nach und nach wie eine Art Gedächtnis unseres Planetensystems.

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