{"corpus":"steiner","locus":"GA 228/1923-09-10/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber das alles strahlte hinein in eine, im tieferen Sinne so zu nennende, erhabene Kultur, Urweisheit, Druidenweisheit. Diese Druidenweisheit war tatsächlich ein unbewußter Nachklang, etwas wie eine unbewußte Erinnerung an alles das, was die Erde von Sonne und Mond her hatte, bevor sich Sonne und Mond von der Erde getrennt hatten. Die Initiation in den Druidenmysterien war im wesentlichen eine Sonneninitiation, verbunden mit dem, was dann Mondenweisheit durch die Sonneninitiation werden konnte. Worauf waren denn diese Kromlechs, diese Druidenzirkel eigentlich berechnet? Aus der gestrigen Darstellung wird Ihnen hervorgehen, daß sie im wesentlichen darauf berechnet waren, in einer geistigen Art das Verhältnis von Erde und Sonne zu betrachten. Wenn wir auf die einzelnen Dolmen hinschauen, dann finden wir ja, daß in ihnen eigentlich etwas wie Instrumente vorhanden sind, durch welche die äußeren physischen Sonnenwirkungen ausgeschlossen sind, so daß der mit der Sehergabe begabte Initiat dasjenige, was dann von Sonnenwirkungen im dunklen Raume bleibt, eben beobachten kann. Die inneren Qualitäten des Sonnenhaften, wie sie die Erde durchdringen, und wie sie wiederum von der Erde rückstrahlen in den Weltenraum, das hat der Druidenpriester beobachtet durch die einzelnen Kromlechs. Also, ich möchte sagen: Das physische Wesen des Sonnenlichtes war abgehalten. Ein dunkler Raum, sagte ich Ihnen gestern, war geschaffen durch die in die Erde gefügten Steine, die oben von einem Deckstein gedeckt waren, und in diesem dunklen Raum, durch die Kraft des Durchschauens der Steine, war es eben möglich, das Geistig-Wesenhafte des Sonnenlichtes zu beobachten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Sonneninitiation Des Druidenpriesters Und Seine Mondenwesenerkenntnis","site_heading":null,"date":"1923-09-10","location":null,"word_count":241,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/228/1923-09-10/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/228/1923-09-10/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/228/1923-09-10/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}