Fünfter Vortrag

GA 229/1923-10-13/p009 ·1923-10-13 · original (original)
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Von der Wesenheit, die man so beschreiben muß — man kann sie nicht anders beschreiben -, von dieser Wesenheit gehen Kräfte aus, die nun aber im Menschen wirken, aber auf eine eigentümliche Art im Menschen weiterwirken. Dasjenige, was ich Ihnen schildere, geht zur Hochsommerzeit vor sich. Wir müssen uns nun vorstellen, daß diese Wesenheit des Uriel nicht eigentlich ruht, sondern in einer majestätischen Bewegung ist. Und das muß sie ja sein, denn wenn bei uns Sommer ist, dann ist auf der abgewandten Halbkugel der Erde Winter, und wenn bei uns Winter sein wird, dann ist auf der abgewandten Halbkugel Sommer; dann ist der Uriel dort für die Höhen. Und wir müssen uns eigentlich vorstellen, daß, wenn wir hier die Erde haben (siehe Zeichnung Seite 73), hier für uns, für unsere Sommerzeit, Uriel erscheint und dieser Uriel eine Bewegung vollführt, die ihn nach einem halben Jahre auf die andere Seite bringt: da haben wir dann Winter. Während Uriel absteigt (gelber Pfeil), während also seine Kräfte in absteigender Linie zu uns kommen, verwandelt sich für uns der Sommer in den Winter: wir sind hier im Winter, Uriel ist auf der andern Seite. Aber die Erde ist kein Hindernis dafür, daß die Kräfte des Uriel zu uns kommen. Wenn Uriel für die Bewohner der andern Halbkugel da unten ist, dann dringen seine Kräfte durch die Erde zu uns. So daß wir sagen können: Dasjenige, was auf direktem Wege von oben nach unten von Uriel zu uns dringt (rote Pfeile) und uns mit sommerlichem Sonnengold durchdringen will, das wirkt zur Winterzeit durch die Erde hindurch und durchdtingt uns von der andern Seite; da ist es in aufsteigender Linie, da hat es eine aufsteigende Strömung (rot).

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Cite: GA 229/1923-10-13/p009 · edition original