{"corpus":"steiner","locus":"GA 229/1923-10-13/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir zur Johannizeit im Hochsommer das, was durch die Natur im Menschen geschieht -— denn das, was Uriel da wirkt, wirkt in die Kräfte der Natur hinein —, wenn wir das vor unsere Seele stellen, dann müssen wir eigentlich diese Kräfte des Uriel uns vorstellen ausstrahlend im Kosmos, einstrahlend in unsere Wolken, in unseren Regen, in unseren Blitz und Donner, einstrahlend in das Pflanzenwachstum. So müssen wir uns alles das vorstellen. Im Winter, nachdem Uriel sozusagen seinen Weg um die Erde gemacht hat, strömt uns das durch die Erde zu und macht Halt in unserem Haupte. Und in unserem Haupte werden dann die Kräfte, die sonst in der Natur draußen sind, die wir Urielkräfte nennen können, zu den Kräften, die eigentlich uns zum Bürger des ganzen Kosmos machen, die wirklich in unserem Haupte wieder erstehen lassen ein Abbild des Kosmos, die in unserem Haupte erleuchtend wirken, so daß wir eben Besitzer der menschlichen Weisheit sind. Und wir sprechen richtig, wenn wir sagen: Uriel steigt nieder vom Sommer gegen den Herbst bis zum Winter, Uriel beginnt im Winter aufzusteigen, und von dieser ab- und aufsteigenden Kraft des Uriel haben wir die innerlichen Kräfte unseres Menschenhauptes. Und sehen Sie, so wie Uriel zur Hochsommerzeit in der Natur wirkt, wie er zur Winterzeit im Menschenkopfe wirkt, so daß der Mensch wirklich auch in dieser Beziehung ein Mikrokosmos gegenüber dem Makrokosmos ist — wir verstehen den Menschen nur, wenn wir ihn nicht bloß natürlich, sondern geistig in die Welt hineinstellen —, so wie wir da verfolgen die von UÜtiel ausstrahlenden, im Menschen durch den Jahreslauf einströmenden Kräfte, so müssen wir dasselbe zum Beispiel von Raphael sagen, der seine Kräfte einströmen läßt während des Frühlings in die Naturkräfte, wie ich Ihnen das geschildert habe. So daß ich Ihnen schildern mußte, daß die Oster-Imagination ergänzt wird durch die Lehre, die Raphael, ich möchte sagen, als der große Weltenmediziner der Menschheit geben kann. Denn gerade wenn wir alles dasjenige, was Raphael vollzieht während der Frühlingszeit, webend in den Naturkräften wie Uriel während der Sommerzeit, wenn wir das durch das inspirierte geistige Ohr zur Osterzeit auf uns wirken lassen, dann kommt, wie ich Ihnen dargestellt habe, die Krönung aller Heilwahrheiten über den Menschen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-10-13","location":null,"word_count":366,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/229/1923-10-13/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/229/1923-10-13/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/229/1923-10-13/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}