Fünfter Vortrag

GA 229/1923-10-13/p042 ·1923-10-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Ein Rätsel muß jetzt eigentlich in Ihrer Seele klingen, meine lieben Freunde, das ist, daß, wenn Sie alles dasjenige nehmen, was ich Ihnen dargestellt habe, Sie dann eigentlich zum Beispiel glauben müßten: die Raphael-Kräfte weben und leben zur Frühlingszeit, werden zur Herbsteszeit von Raphael in das Innere des menschlichen Atmungssystems getragen, und der Mensch wäre ganz eingespannt in die webend-wirkenden Kräfte des Kosmos nach dem Zeitenlaufe. Das ist auch das Ursprüngliche. Aber wie der Mensch ein Wesen ist, das sich an das, was es einmal erlebt hat, dann weiter fort erinnert, wie also dasjenige, was ein äußeres Erlebnis im Menschen ist, durch das Gedächtnis aufbewahrt wird und nach Tagen, nach Jahren noch inneres gegenwärtiges Nacherlebnis sein kann, so bleiben auch diese für den Kosmos durchaus richtigen Wahrheiten bestehen. Aber der Mensch erlebt nicht nur die Raphael-Kraft zum Beispiel innerlich im Atmungssysteme im Herbste, sondern dann auch durch den Winter, Frühling, Sommer hindurch. Es bleibt gewissermaßen eine dichtere Erinnerung davon.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/229/1923-10-13/p042.json
Cite: GA 229/1923-10-13/p042 · edition original