Fünfter Vortrag
Und so ist der Mensch dennoch hineingestellt in den Lauf der Natur, ist nicht herausgeworfen aus dem Weltengang, ist hineingestellt in diesen Weltengang. Aber er ist noch in einer andern Weise hineingestellt in diesen Weltengang. Es ist nun schon einmal so, daß der Mensch, wenn er hier auf Erden steht, von seiner Haut umgrenzt, von seinen Organen durchdrungen, dann sich schon etwas isoliert vorkommt im Kosmos, weil die Zusammenhänge, wie ich sie geschildert habe, eben eigentlich geheimnisvolle sind. Aber so ist es nicht, wenn der Mensch geistig-seelisch ist, zum Beispiel im vorirdischen Dasein. Da webt ja zwischen dem Tode und einer neuen Geburt das Geistig-Seelische im geistigen Gebiete, in der geistigen Sphäre. Da schaut dieses Seelische gewissermaßen herab, nun nicht auf einen einzelnen Menschenkörper zunächst, den wählt es sich dann im Laufe der Zeit, aber es schaut herab auf die ganze Erde, ja auf die Erde im Zusammenhang mit dem ganzen planetarischen System, mit all diesem Leben und Weben von Raphael, Uriel, Gabriel, Michael. Da ist man außerhalb, schaut es sich von außerhalb an.
Cite:
GA 229/1923-10-13/p044 · edition original