Zehnter Vortrag

GA 230/1923-11-09/p009 ·1923-11-09 · original (original)
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Nehmen Sie an, wir nehmen Mineralisches auf. Alles, was wir an Mineralischem aufnehmen, muß im Menschen so weit getrieben werden, daß folgendes Geltung hat. Sie wissen, wir haben eine Eigenwärme; wir haben in unserer Blutwärme beim gesunden Menschen ungefähr siebenunddreißig Grad. Wir haben in unserer Blutwärme etwas, was die äußere Wärme im Mittel überragt. Alles, was wir mineralisch aufnehmen, muß aber in unserem Organismus so verwandelt, so metamorphosiert werden, daß das, was in unserer Blutwärme über die mittlere Wärme der äußeren Umgebung geht, was höher ist als die mittlere Wärme der äußeren Umgebung, daß das wohlgefällig das Mineralische aufnimmt. Wenn Sie ein Bröselchen Kochsalz genießen, so muß dieses Kochsalz von Ihrer Eigenwärme, nicht von der Wärme, die Sie mit der äußeren Welt gemein haben, sondern von Ihrer eigenen Wärme aufgesogen werden, muß wohlgefällig aufgenommen werden. Alles Mineralische muß sich in Wärmeäther verwandeln. Und in dem Augenblicke, wo der Mensch in seinem Organismus etwas hat, was irgendein Mineral verhindert, daß es sich in Wärmeäther verwandelt, in dem Augenblicke ist er krank.

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Cite: GA 230/1923-11-09/p009 · edition original