{"corpus":"steiner","locus":"GA 230/1923-11-09/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Gehen wir weiter, gehen wir zu dem Pflanzlichen, das der Mensch aufnimmt. Das Pflanzliche nimmt der Mensch auf; er selber gehört der Welt an, indem er das Pflanzliche auch in sich entwickelt. Der Mensch enthält Mineralisches, das aber hinneigt, fortwährend hintendiert, Wärmeäther zu werden. Das Pflanzliche tendiert fortwährend hin im Menschen, luftig zu werden, gasartig zu werden. So daß der Mensch das Pflanzliche in sich hat als Luftreich. Alles, was im Menschen von Pflanzen hineinkommt, oder was er selbst als innere Pflanzenorganisation entwickelt, muß luftig werden, muß in ihm Luftgestalt annehmen können. Wenn es nicht Luftgestalt annimmt, wenn seine Organisation so ist, daß sie ihn verhindert, alles, was pflanzlich sein will in ihm, in Luftgestalt übergehen zu lassen, ist er krank. Alles Tierische, das der Mensch aufnimmt, oder das er selber in sich ausbildet als Tierisches, alles das muß im Menschen, wenigstens zu irgendeiner Zeit, die flüssige, die wäßrige Form annehmen. Der Mensch darf nichts in sich haben von Tierischem, nicht von innerlich erzeugtem Tierischen, nicht von aufgenommenem Tierischen, das nicht in ihm den Vorgang durchmacht, daß es einmal in ihm flüssig wird. Ist der Mensch nicht imstande, sein eigenes Tierisches oder fremdes Tierisches flüssig zu machen, um es dann wiederum in Festes überzuführen, dann ist er krank. Nur das, was im Menschen die rein menschliche Form gebiert, was beim Menschen davon herkommt, daß er ein aufrecht gehendes Wesen ist, daß er in sich Impulse zum Sprechen und Denken hat, nur das, was ihn zum eigentlichen Menschen macht, was ihn über das Tier hinaushebt, das darf in das feste Irdische - und das macht nur zehn Prozent unserer Gesamtorganisation höchstens aus -, das darf in das Feste, in das Festgestaltete, in die Form hineingehen. Geht irgend etwas vom Tierischen oder Pflanzlichen in die menschliche feste Form hinein, so ist der Mensch krank.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-11-09","location":null,"word_count":302,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/230/1923-11-09/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/230/1923-11-09/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/230/1923-11-09/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}