{"corpus":"steiner","locus":"GA 230/1923-11-09/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir den Stoffwechsel heraufverfolgen bis zum Atmen, so finden wir, daß der Mensch aus sich herausgestaltet den Kohlenstoff, der überall im Menschen zu finden ist. Er wird vom Sauerstoff aufgesucht, wird in Kohlensäure verwandelt, die dann der Mensch ausatmet. Die Kohlensäure ist die Verbindung des Kohlenstoffes mit dem Sauerstoff. Der Sauerstoff, der durch die Atmung eingesogen wird, macht sich über den Kohlenstoff her, nimmt den Kohlenstoff in sich auf; der Mensch atmet die Kohlensäure, die Verbindung, die der Sauerstoff mit dem Kohlenstoff eingegangen hat, aus. Aber bevor die Ausatmung geschieht, wird der Kohlenstoff sozusagen noch zum Wohltäter der menschlichen Natur. Denn dieser Kohlenstoff, indem er sich mit dem Sauerstoff verbindet, indem er gewissermaßen verbindet, was die Blutzirkulation bewirkt, mit dem, was die Atmung dann aus der Blutzirkulation macht, dieser Kohlenstoff, er wird zum Wohltäter der menschlichen Organisation; denn bevor er den menschlichen Organismus verläßt, verbreitet er in dem ganzen menschlichen Organismus eine Ausströmung von Äther. Die physische Wissenschaft sagt bloß: der Kohlenstoff wird mit der Kohlensäure ausgeatmet. Das ist aber nur die eine Seite des ganzen Vorganges. Der Mensch atmet die Kohlensäure aus, aber in seinem ganzen Organismus wird durch das Ausatmen zurückgelassen von dem Kohlenstoff, der in Anspruch genommen wird von dem Sauerstoff, Äther. Dieser Äther dringt in den Ätherleib des Menschen ein. Und dieser Äther, der immerzu von dem Kohlenstoff erzeugt wird, ist dasjenige, was nun die menschliche Organisation geeignet macht, sich den geistigen Einflüssen zu öffnen, was die astral-ätherischen Wirkungen aus dem Kosmos aufnimmt. Da werden von diesem Äther, den der Kohlenstoff zurückläßt, die kosmischen Impulse angezogen, jene kosmischen Impulse, die wiederum gestaltend auf den Menschen wirken, die zum Beispiel sein Nervensystem so bereiten, daß es der Träger der Gedanken werden kann. Dieser Äther muß fortwährend unsere Sinne, zum Beispiel unser Auge, durchdringen, damit die Augen sehen können, damit die Augen den äußeren Lichtäther aufnehmen können. Wir verdanken es also dem Kohlenstoff, daß wir eine Ätherbereitung in uns haben, die der Welt entgegenkommen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-11-09","location":null,"word_count":328,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/230/1923-11-09/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/230/1923-11-09/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/230/1923-11-09/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}