{"corpus":"steiner","locus":"GA 232/1923-11-24/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe schon darauf hingedeutet auch von diesem Orte aus, daß ja mit imaginativer Anschauung verfolgt werden kann das Leben des Menschen über die Todespforte hinaus, und daß tatsächlich dasjenige, was vom Menschen da ist, im Geistigen erscheint, nachdem er den physischen Leib abgelegt hat, den Elementen der Erde übergeben hat. Nachdem er seinen Ätherleib aufgenommen gesehen hat von der Äthersphäre, die mit unserer Erde verbunden ist, bleibt vom Menschen übrig das Geistig-Seelische, Ich, astralischer Leib, dasjenige, was sich an Ich und astralischen Leib dann angliedert. Aber wenn man mit imaginativer Anschauung dieses durch des Todes Pforte Gegangene betrachtet, stellt es sich immer noch in einer Gestalt dar. Es ist die Gestalt, die die physische Materie, die der Mensch in sich trägt, zur eigentlichen Form bringt. Diese Form bleibt der robusten physischen Körperlichkeit gegenüber wie ein Schattenbild, dem seelischen Empfinden und Wahrnehmen gegenüber aber von kräftigem, intensivem Eindruck. Verblaßt ist das Haupt des Menschen an dieser Gestalt für den seelischen Eindruck; stark ist das Übrige, das nach und nach dann beim Durchgang durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt sich verwandelt in das Haupt der nächsten Inkarnation. Aber etwas ist zu sagen über diese Gestalt, die da von der imaginativen Anschauung erblickt werden kann, nachdem der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist: sie trägt einen gewissen physiognomischen Ausdruck. Sie ist ein getreues Abbild gewissermaßen der Art und Weise, wie der Mensch hier im physischen Erdenleben gut oder böse war. Hier im physischen Erdenleben kann der Mensch verbergen, ob in seiner Seele das Böse oder das Gute wirkt. Nach dem Tode kann er das nicht verbergen. Schaut man auf die Geistgestalt, die geblieben ist nach dem Tode, so trägt diese den physiognomischen Ausdruck desjenigen, was der Mensch auf der Erde war.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-11-24","location":null,"word_count":293,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/232/1923-11-24/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/232/1923-11-24/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/232/1923-11-24/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}