{"corpus":"steiner","locus":"GA 232/1923-11-24/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sehen Sie, wenn der Mensch aus dem vorirdischen Dasein als seelisch-geistige Wesenheit heruntersteigt ins Irdische, so macht er ja jenen Weg durch, den ich in dem Kursus über «Kosmologie, Religion und Philosophie» beschrieben habe. Er hat ein bestimmtes geistig-seelisches Dasein; das verbindet er mit dem, was ihm in der reinen Vererbungslinie durch Vater und Mutter gegeben wird, mit dem physischembryonalen Dasein. Die beiden, das Physisch-Embryonale und das Geistige, dringen ineinander, vereinigen sich miteinander, und der Mensch kommt auf diese Weise in das Erdendasein herein. Aber in dem, was nun in der Vererbungslinie liegt, in dem, was von den Vorfahren übergeht an Vererbungsmerkmalen auf die Nachkommen, in dem ist dasjenige enthalten, was den ahrimanischen Wesenheiten gerade die Angriffspunkte auf die menschliche Natur gibt. In den Vererbungskräften liegen die ahrimanischen Kräfte. Und indem der Mensch in sich viel von diesen Vererbungsimpulsen trägt, hat er eine Körperlichkeit, an die das Ich nicht gut herankann. Das ist sogar das Geheimnis mancher menschlichen Wesenheiten, daß sie zu viel der Vererbungsimpulse in sich tragen. Man nennt das heute «erblich belastet sein». Das hat dann zur Folge, daß das Ich nicht voll in die Körperlichkeit hineindringen kann, daß das Ich nicht voll ausfüllen kann alle die einzelnen Organe der Körperlichkeit, und der Körper gewissermaßen eine Eigenwirkung entfaltet neben der Impulsivität des Ich, die eigentlich hineingehöfrt in diese Körperlichkeit. So daß es den ahrimanischen Mächten, indem sie ihre Anstrengungen machen, möglichst viel in die Vererbung hineinzulegen, gelingt, das Ich nur lose sitzen zu machen in der menschlichen Wesenheit. Das ist das eine.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-11-24","location":null,"word_count":254,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/232/1923-11-24/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/232/1923-11-24/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/232/1923-11-24/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}