Zweiter Vortrag

GA 232/1923-11-24/p033 ·1923-11-24 · original (original)
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So hängt mit dem menschlichen Leben das Ahrimanische, das Luziferische intim zusammen. Das muß geregelt werden; es muß geregelt werden in der Gesamtentwickelung des Menschen. Daher war es notwendig geworden, daß diese urweisen Lehrer der Menschheit von der Erde, auf der sie diese Regelung nicht hätten vornehmen können, weil sie nicht während des menschlichen Erdenlebens vorgenommen werden kann, und der Mensch außerhalb des Erdenlebens eben nicht auf der Erde ist - deshalb war es notwendig, daß diese urweisen Lehrer der Menschheit von der Erde weggehen mußten, auf dem Monde ihr Dasein weiterfanden. Denn jetzt, nachdem sie nach dem Monde gezogen waren - und hier komme ich dazu, eben die Menschensprache gebrauchen zu müssen für etwas, was man eigentlich in andere Wortbilder kleiden möchte, — kamen diese Wesenheiten, also diese urweisen Lehrer, dazu, während ihres Mondendaseins Verträge zu suchen mit den ahrimanischen und mit den luziferischen Mächten. Und dem Menschen wäre besonders schädlich das Auftreten der ahrimanischen Mächte in seinem Dasein nach dem Tode; wenn diese ahrimanischen Wesenheiten da wirklich auf ihn einen Einfluß nehmen könnten. Denn sehen Sie, wenn da der Mensch durch des Todes Pforte geht und irgend etwas Böses in den Nachwirkungen in seiner Seele trägt, so befindet er sich ja, wie ich Ihnen gesagt habe, ganz in ahrimanischer Umgebung, ja sogar in ahrimanischen Anschauungen. Er selber hat eine ahrimanische Physiognomie. Er hat nur eine Wahrnehmung für diejenigen menschlichen Wesenheiten, die auch eine ahrimanische Physiognomie an sich tragen. Das muß so bleiben, daß es bloß seelisches Erleben des Menschen ist. Könnte Ahriman jetzt eingreifen, könnte er den astralischen Leib beeinflussen, dann würde dies eine Kraft werden, die da Ahriman in den Menschen hineinimpulsieren könnte, die nicht nur nach und nach karmisch sich ausgleichen würde, sondern die den Menschen ganz nahe verwandt der Erde machen würde, die den Menschen in zu starken Zusammenhang mit dem Irdischen bringen würde. Das streben auch die ahrimanischen Mächte an. Sie möchten bei denjenigen menschlichen Wesen, bei denen es anginge, durch das, was sie an bösen Impulsen durch die Pforte des Todes tragen, nach dem Tode einsetzen, wo der Mensch noch in seiner Geistgestalt ähnlich ist der irdischen Gestalt. Da möchten sie diese Geistgestalt mit Kräften durchdringen, möglichst viele solche Wesenheiten nahe ans Erdendasein heranziehen und sozusagen eine ahrimanische Erdenmenschheit begründen.

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Cite: GA 232/1923-11-24/p033 · edition original