Fünfter Vortrag
Man kann also sagen: Die Menschheit war damals nicht so getrennt, wie die Menschen heute sind, in einzelne Individuen, es war eine allgemeine Menschheit, geistig-seelischer Natur noch, in den Äther sich hereinsenkend. Denn mit dem aus dem Weltenall der Erde zuströmenden Äther kam eben diese allgemeine Menschheit aus dem Weltenall. Sie machte dann auch diejenigen Vorgänge dutch, die ich in der «Geheimwissenschaft » beschrieben habe: sie kam, ging wieder fort zu den anderen Planeten und kam wiederum zurück in der atlantischen Zeit. Das spielte sich noch nebenbei ab. Denn jedesmal, wenn so etwas abgesondert war, konnte die Menschheit nicht bei der Erde bleiben, mußte weggehen, um gewissermaßen die inneren Kräfte, die jetzt viel feinerer, seelischer Natur waren, erst zu verstärken. Dann kam sie wiederum herunter. Und so sind diese Vorgänge dasjenige, was eben genauer noch beschreibt das, was Sie in meiner «Geheimwissenschaft» lesen können. Diese Vorgänge sind also so, daß der Mensch, die Menschheit eigentlich dem Weltenall angehört und sich selbst die Erdenumgebung zubereitet, indem sie ihre Ausscheidungen, die die anderen Naturreiche sind, in den Erdenbereich hereinschickt. Da sind sie nun im Erdenbereich, da umgeben sie den Menschen. Und da kann der Mensch sagen: Indem er diese Ausscheidungen in den Erdenbereich hereingeschickt hat, hat er in sich allmählich dasjenige entwikkelt, was ihn als Erdenmenschen ausstattet mit Wollen, Fühlen, Denken. Denn das, was der Mensch heute ist, das auf organisch-physischer Grundlage während der Lebenszeit zwischen der Geburt und dem Tode ruhende denkende, fühlende, wollende Wesen, das hat sich ja erst in der Zeit entwickelt und das steht im Zusammenhange mit den Wesenheiten, die um der menschheitlichen Entwickelung willen sich im Laufe der Zeit aus dem Menschlichen herausgeschieden haben und in dieser Herausgeschiedenheit sich wiederum erst zu ihren heutigen Formen umgewandelt haben.
Cite:
GA 232/1923-12-01/p033 · edition original