Zehnter Vortrag

GA 232/1923-12-14/p005 ·1923-12-14 · original (original)
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Damit ist aber offenbar, daß in Hybernia überhaupt auf das Spirituelle, auf das Geistige vor allen Dingen gesehen worden ist. Allerdings, in allen möglichen verborgenen Strömungen des geistigen Lebens hat sich dasjenige, was in Hybernia inauguriert worden ist, herüberverpflanzt durch die britischen Inseln, durch die Bretagne, durch das heutige Holland und Belgien nach Mitteleuropa, auch noch durch das heutige Elsaß nach Mitteleuropa. Und wenn auch nicht in der allgemeinen Zivilisation, so finden wir doch in den ersten Jahrhunderten der christlichen Entwickelung durch alle die eben gekennzeichneten Gegenden überall da und dort einzelne individuelle Menschen, die in der Lage waren, zu verstehen, was da herüberkam aus den Mysterien von Hybernia. Aber wie gesagt, allgemeine Zivilisation wurde das nicht. Und man muß schon mit intimer Erkenntnissehnsucht an diese Dinge herangehen, um, in den ersten christlichen Jahrhunderten noch zahlreiche, in den späteren Jahrhunderten, namentlich vom achten, neunten ab bis in das fünfzehnte und sechzehnte Jahrhundert immer spärlicher und spärlicher die einzelnen Persönlichkeiten zu finden, Persönlichkeiten auch, die eine wenn auch geringe Schülerzahl um sich versammelten, durch welche fortgepflanzt worden ist im Stillen, abseits von der großen Welt und ihrer Zivilisation, was eben im europäischen Westen auf der hybernischen Insel initiiert worden ist.

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Cite: GA 232/1923-12-14/p005 · edition original