Zehnter Vortrag

GA 232/1923-12-14/p007 ·1923-12-14 · original (original)
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Im Grunde genommen hatte sich ja das alles schon seit langer Zeit vorbereitet, und es konnte sich nur dadurch so ergeben, daß von dem alten Mysterienwesen, auch noch wie es in Griechenland war, viel, viel vergessen worden ist. Denn diese Mysterien von Griechenland, sie zerfielen ja eigentlich in zweierlei, in die einen, welche vorzugsweise sich damit beschäftigten, des Menschen Sinn hinaufzulenken nach den geistigen Welten, nach der eigentlichen Weltenlenkung und Weltenorientierung im Geiste, und in diejenigen, welche sich beschäftigten mit den Geheimnissen der Natur, mit den in der Natur waltenden, namentlich in den irdischen Gewalten liegenden Kräften und Wesenheiten. Ganz Einzuweihende gingen ja auch durch die beiden Arten von Mysterien. Und dann sagte man von ihnen, sie hätten sowohl die Geheimnisse des Vaters, die Zeusmysterien, in sich aufgenommen, wie auch die Geheimnisse der Mutter, die Geheimnisse der Demeter. Und wenn wir zurückschauen in diese Zeiten, so finden wir da noch neben einer in die höchsten Regionen, wenn auch schon mit einiger Abstraktheit, aber dennoch in die höchsten Regionen hinaufreichenden geistigen Anschauung eine in die Tiefen gehende Naturanschauung und vor allen Dingen, was besonders wichtig ist, die Verbindung von beiden.

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Cite: GA 232/1923-12-14/p007 · edition original