Zehnter Vortrag
Sehen wir einmal in das Gemüt eines in Griechenland Einzuweihenden ein wenig hinein. Er wurde zum Beispiel so unterrichtet - ich muß etwas, was sich über lange Unterrichtszeiten ausdehnte, in ein paar Sätzen zusammenfassen, allein Sie werden mich verstehen -, daß ihm gesagt wurde: Sieh einmal, genau so, wie heute die Erde in sich überall das Eisen birgt, das Eisen aber auch im Menschen ist, so barg einmal zu einer Zeit, in welcher die Erde noch nicht Erde, aber in einem vorhergehenden planetarischen Zustande war, so barg da diese Erde, die noch Mond oder gar Sonne war, in sich auch Blei, Zinn und so weiter, und alle Wesen, welche an dieser vorhergehenden Gestaltung der Erde teilnahmen, nahmen auch an diesen Metallen und deren Kräften teil, so wie der heutige Mensch teilnimmt an der Kraft des Eisens. Aber bei jenen Umwandelungen, welche die ältere Gestaltung der Erde erfahren hat, blieb nur das Eisen als etwas, das noch in einer solchen Stärke und Dichtigkeit vorhanden ist, daß der Mensch sich mit ihm durchdringen kann. Die anderen Metalle, die genannt worden sind, sind zwar in der Erde enthalten, aber sie sind in der Erde nicht mehr in einer solchen Art enthalten, daß der Mensch sich mit ihnen unmittelbar durchdringen könnte. Aber sie sind enthalten in ungeheurer Dünnheit im ganzen Weltenraum, der den Menschen angeht.
Cite:
GA 232/1923-12-14/p011 · edition original