Zehnter Vortrag

GA 232/1923-12-14/p019 ·1923-12-14 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Auch das Silber, wie es in der Erde ist, es ist bereits bei einem Zustande angelangt, durch den es in den Menschen nicht hineinkommen kann. Aber die ganze Sphäre, die der Mond einnimmt, ist tatsächlich durchzogen von fein verteiltem Silber. Der Mond wirkt, namentlich wenn sein Schein in der Richtung vom Löwen herkommt, so, daß der Mensch durch diese Silberkraft des Mondes die entgegengesetzte Wirkung hat von der Bleikraft des Saturn, daß er also dem Makrokosmos nicht entfremdet wird, trotzdem er aus dem Weltenall herein gnadevoll mit der Erinnerungskraft inspiriert wird. Und es war dann ein besonders feierlicher Augenblick, wenn der griechische Schüler hingeführt wurde, wenn sich in dieser Weise Saturn und Mond gegenüberstanden und zu sehen waren, und dann in der Feierlichkeit der Nacht dem Schüler klar gemacht worden ist: Siehe hinauf zu dem ringumgebenen Saturn. Ihm verdankst du dasjenige, was du als in dir geschlossener Mensch bist. Und schaue nach der anderen Seite zu dem silberstrahlenden Monde. Ihm verdankst du, daß du die Saturnkraft ertragen kannst, ohne daß du dich vom Kosmos herauslösest.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/232/1923-12-14/p019.json
Cite: GA 232/1923-12-14/p019 · edition original