Zehnter Vortrag
Sieh, so wurde dem Schüler gesagt, da steht der Vater der Welt vor dir. Der Vater der Welt trägt im Saturn das Blei, im Jupiter das Zinn, im Mars das dem Erdenwesen verwandte Eisen - aber in einem ganz anderen Zustande -, in der Sonne das strahlende Gold, in der Venus das strahlend-strömende Kupfer, im Merkur das strahlende Quecksilber, im Monde das strahlende Silber. Du trägst in dir nur dasjenige vom Metallischen, was du dir aneignen konntest aus den planetarischen Zuständen, die die Erde früher einmal gehabt hat. Vom jetzigen Zustand kannst du dir nur das Eisen aneignen. Aber du bist als Erdenmensch nicht ein Ganzes. Das, was dir der Vater, der vor dir steht, zeigt in den Metallen, die nicht in dir selber heute aus dem Erdensein bestehen können, sondern die du heute vom Kosmos entnehmen mußt - in dem Vater hast du dein anderes, wenn du dich als Mensch nimmst, der durch planetarische Verwandlungen der Erde gegangen ist. Dann bist du erst ein ganzer Mensch. Hier auf Erden stehst du als Teil des Menschen. Das andere trägt der Vater um sein Haupt und in seinem Arm vor dich hin. Das, was hier vor dir steht, mit dem, was er trägt, das erst bist du. Du stehst auf der Erde. Aber diese Erde war nicht immer so, wie sie heute ist. Wäre sie immer so gewesen, du könntest als Mensch nicht auf ihr sein. Denn sie trägt in sich, wenn auch in einem abgestorbenen Zustande, auch das Blei des Saturn, das Zinn des Jupiter, das Eisen des Mars - eben in dem anderen Zustand -, das Gold der Sonne, das Silber des Mondes, das Kupfer der Venus, das Quecksilber des Merkur; sie trägt es in sich. Aber so wie sie es in sich trägt, so sind diese Metalle nur die Erinnerungen an die Art und Weise, wie einstmals schon das Silber während des Mondendaseins in der Erde gelebt hat, das Gold während des Sonnendaseins, das Blei während des Saturndaseins. Und was dir heute in den dichten metallischen Massen von Blei, Zinn, Eisen, Gold, Kupfer, Quecksilber, Silber erscheint - mit Ausnahme desjenigen Eisens, das du eigentlich kennst, das nicht das innerirdische Eisen ist, denn das ist marshaft -, das, was heute dir in diesen kompakten, dichten Metallen erscheint, das ergoß sich einstmals aus dem Kosmos in die Erde in einem ganz anderen Zustande. Diese Metalle, wie du sie heute von der Erde kennst, sind die Leichname der einstigen Metallwesen. Blei ist der Leichnam jenes Metallwesens, das während der Saturnzeit und später wiederum in einem anderen Grade während der Mondenzeit auf der Erde in ihrer alten Gestalt gespielt hat. Zinn hat mit dem Gold zusammen während der Sonnenzeit der Erde gespielt in einem ganz anderen Zustande — schaust du den im Geiste, dann wird dir diese Statue in dem, was sie dir entgegenträgt an Heutigem, zur wahrhaft väterlichen Statue. Und im Geiste, wie in einer realen Vision, wurde die Statue der wahren Mysterien in Eleusis lebendig und reichte der weiblichen Gestalt, die daneben stand, dasjenige, was dazumal die Metalle waren. Und die weibliche Gestalt nahm diese ehemalige Gestalt der Metalle entgegen in der Vision des Schülers und umzog sie mit demjenigen, was die Erde von sich aus, als sie Erde wurde, geben konnte.
Cite:
GA 232/1923-12-14/p021 · edition original