Dritter Vortrag

GA 233/1923-12-26/p032 ·1923-12-26 · original (original)
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Diese Imaginationen hatten die Form von riesigen pflanzlichen Organismen, und aus dem, was sich als Imaginationen dem Irdischen einbildete, entwickelte sich ja später durch Aufnahme der atmosphärischen Substanz das Pflanzliche, zuerst in einer flüchtigflüssigen Form im Umkreis der Erde. Später erst senkte es sich in den Boden ein und wurde das spätere Pflanzliche. Und außer dem Kieselsäurehaltigen war in diese Albuminatmosphäre eingebettet Kalkiges in feiner Verteilung. Aus dem Kalkigen heraus entstand wiederum unter dem Einflusse der Gerinnung dieses Eiweißes das Tierische. Und der Mensch fühlte sich in alledem darinnen. Der Mensch fühlte, er war in den Urzeiten eins mit der ganzen Erde. Er lebte in dem, was sich in der Erde als Pflanzen bildete durch Imagination, er lebte in dem, was sich im Irdischen als Tierisches bildete, so wie ich es eben jetzt geschildert habe. Jeder Mensch empfand sich im Grunde genommen als ausgedehnt über die ganze Erde, als eins mit der Erde. So daß die Menschen, wie ich es in bezug auf das menschliche Ideenvermögen in meinem Buche «Das Christentum als mystische Tatsache» für die Platonische Lehre noch dargestellt habe, ineinandersteckten.

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Cite: GA 233/1923-12-26/p032 · edition original