{"corpus":"steiner","locus":"GA 233/1923-12-28/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Zusammenhang des Menschen mit dem Makrokosmos, er enthüllte sich ja in verschiedenen Mysterien auf eine ähnlich großartige Weise, wie ich sie Ihnen gestern für die Mysterien von Hybernia dargestellt habe und auch für dasjenige, was noch Aristoteles Alexander dem Großen zu sagen hatte. Vor allen Dingen lag aber das vor in allen altorientalischen Mysterien, daß das Moralische, die moralischen Impulse nicht streng geschieden waren von den natürlichen Impulsen. Indem Aristoteles den Alexander nach Nordwesten wies, wo die Geister des Wasserelementes die herrschenden waren, kam von dort nicht bloß ein physischer Impuls, wie heute vom Nordwesten der Wind oder andere rein physische Dinge kommen, sondern es kamen auch moralische Impulse mit den physischen Impulsen. Das Physische und das Moralische war eines. Das konnte es sein, weil überhaupt durch jene Erkenntnisse, welche in diesen Mysterien gegeben wurden, der Mensch sich mit der ganzen Natur er nahm ja den Geist der Natur wahr - als eine Einheit fühlte. Da ist zum Beispiel eines in dem Verhältnis des Menschen zur Natur, das etwa gerade in der Zeit liegt, die verflossen ist zwischen der Lebenszeit des Gilgamesch und der Lebenszeit jener Individualität, zu der er in seiner nächsten Inkarnation wurde in der Nähe des Mysteriums von Ephesus. Gerade in der Zeit finden wir noch ganz lebendig eine Anschauung über den Zusammenhang des Menschen mit der Geistnatur. Dieser Zusammenhang ist der folgende. Durch alles das, was da der Mensch kennenlernte über die Wirkung der Elementargeister in der Natur, über die Wirkung der intelligenten Wesenheiten in den planetarischen Vorgängen, kam der Mensch zu der Überzeugung: Da draußen sche ich überall ausgebreitet die Pflanzenwelt, die grünende, die sprießende, die sprossende, die fruchtende Pflanzenwelt. Da sehe ich die einjährigen Pflanzen auf der Wiese, auf dem Felde, die im Frühling heranwachsen, die im Herbste wieder vergehen; da sehe ich jahrhundertelang wachsende Bäume, welche Rinde und Holz außen bekommen und mit ihren Wurzeln weit in die Erde hineinreichen. Das alles, was da draußen wurzelt in den einjährigen Kräutern und Blumen, was da wächst mit festen Impulsen hinein in die Erde, das habe ich als Mensch einmal in mir getragen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-12-28","location":null,"word_count":349,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233/1923-12-28/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233/1923-12-28/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/233/1923-12-28/p005","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}