{"corpus":"steiner","locus":"GA 233/1923-12-28/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Bei den orientalischen Mysterien war es doch immer so, daß wenn man irgend etwas von dem Großartigen, Gigantischen, das man da erfahren konnte, wissen wollte, daß man erst die rechte Zeit abzuwarten hatte. Da war es so, daß man irgend etwas nur erfahren konnte, wenn man den Opferdienst, der dazugehörte, also gewissermaßen die übersinnlichen Experimente, im Herbste machte, andere im Frühling, andere zur Hochsommetzeit, andere im tiefen Winter. Und wiederum, es war möglich, daß zu irgendeiner Zeit, die man dadurch als die richtige erkannte, daß die Mondkonstellation eine bestimmte war, irgendwelchen Göttern geopfert wurde. Dann erschienen sie in den Mysterien. Man kam zu ihren Öffenbarungen. Dann mußte man wiederum, sagen wir, dreißig Jahre warten, bis wiederum dieselbe Gelegenheit war, daß irgendeine Götterwesenheit sich in den Mysterien zeigte. Zum Beispiel alles dasjenige, was sich auf Saturn bezog, konnte nur alle dreißig Jahre irgendwie in den Bereich der Mysterien treten, alles was sich auf den Mond bezog, ungefähr immer in achtzehn Jahren und so weiter. So daß die Priesterweisen der orientalischen Mysterien die grandiosen, gigantischen Erkenntnisse und Anschauungen, die sie gewannen, eben nur in Abhängigkeit von Zeit und Raum und allem möglichen bekamen. Man bekam zum Beispiel ganz andere Offenbarungen tief in Berghöhlen drinnen, andere Offenbarungen auf den Gipfeln der Berge. Man bekam andere Offenbarungen, wenn man irgendwie tiefer in Asien drüben war oder an der Küste war und dergleichen. Also eine gewisse Abhängigkeit von Raum und Zeit auf der Erde, das war das Charakteristische gerade der Mysterien des Orients.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-12-28","location":null,"word_count":248,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233/1923-12-28/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233/1923-12-28/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/233/1923-12-28/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}