Fünfter Vortrag
Nun bedenken Sie: Berührt von den hybernischen Mysterien war ja die Individualität, die in Alexander dem Großen steckte, während der Gilgamesch-Zeit, während des Zuges nach dem Westen bis in die Gegend des heutigen Burgenlandes. Es lebte in dieser Menschenindividualität und lebte auf eine sehr alte Art in der Zeit, in der eben durchaus noch starke Anklänge in diesem Westen waren an die atlantische Zeit. Das war nun durch den seelischen Zustand, der zwischen dem Tode und einer neuen Geburt verfließt, hindurchgetragen. Dann waren die beiden Freunde, Eabani und Gilgamesch, wiederum eben gerade in Ephesus, um dort mit einer großen Bewußtheit dasjenige zu erleben, was mehr oder weniger noch unbewußt, unterbewußt im Zusammenhange mit der göttlich-geistigen Welt vorher während der Gilgamesch-Zeit erlebt worden war. Aber es war während der ephesischen Zeit ein verhältnismäßig ruhiges Leben, ein Verdauen, Verarbeiten desjenigen, was in früheren, bewegteren Zeiten in die Seelen hineingezogen war.
Cite:
GA 233/1923-12-28/p020 · edition original