Fünfter Vortrag

GA 233/1923-12-28/p026 ·1923-12-28 · original (original)
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Und nun verbinden Sie dasjenige, was da in ihnen als Seelisches lebte, mit dem, was ich gestern, als wie aus der Konfiguration der Erde heraus folgend, in der Mission Alexanders des Großen zeigte. Und nun werden Sie verstehen können, daß ja mit Ephesus wie ausgelöscht war dasjenige, was im Orient real, reale Offenbarung des Göttlich-Geistigen war. Die anderen Mysterien waren im Grunde genommen nur noch Dekadenzmysterien, in denen Traditionen aufbewahrt wurden, wenn auch manchmal sehr lebhafte Traditionen, und Traditionen, die in besonders veranlagten Naturen allerdings hellseherische Kräfte hervorriefen. Aber die Großartigkeit, das Gigantische der alten Zeit war nicht da. Mit Ephesus war ausgelöscht dasjenige, was aus Asien herübergekommen war. Nun würdigen Sie den Entschluß in der Seele Alexanders des Großen: Diesem Orient, der verloren hat dasjenige, was er einst hatte, muß es wenigstens gebracht werden in der Form, in der es in Griechenland im Schattenbilde sich bewahrt hat! - Damit entstand der Gedanke Alexanders des Großen, hinüberzuziehen nach Asien, so weit als nur gezogen werden konnte, um das, was der Orient verloren hatte, ihm im Schattenbilde in der griechischen Kultur wiederum zu bringen.

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Cite: GA 233/1923-12-28/p026 · edition original