Dritter Vortrag

GA 233a/1924-01-06/p011 ·1924-01-06 · original (original)
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Aber Sie müssen sich ja denken, wie sonderbar allmählich die Stimmung der Menschen werden mußte, die diese höchsten Erkenntnisse - denn als solche wurde dasjenige, was ihnen gegeben wurde, anerkannt -, die solche höchsten Erkenntnisse von einer Seite her bekommen mußten, die ihnen eigentlich allmählich unheimlich wurde, weil sie ja nicht hineinschauten in die Welt, aus der ihnen diese Geheimnisse kamen, weil das gewöhnliche Bewußtsein nicht hineinreichte. Daher war es auch so naheliegend, daß solche Dinge sehr leicht zum Scharlatanhaften, ja zum Schwindelhaften führen konnten. Und in keiner Zeit der menschlichen Entwickelung ist eigentlich Scharlatanhaftes und Höchstes in der Offenbarung so nahe beieinander gewesen wie in dieser Zeit. Und schwierig ist für diese Zeit, das Echte von dem Falschen zu unterscheiden, daher auch von vielen die ganze Rosenkreuzerei als eine Scharlatanerie angesehen wird. Man kann es begreifen, daß es so geschieht, denn die wahren Rosenkreuzer sind unter den Scharlatanen außerordentlich schwer zu finden, und die ganze Sache wird dadurch besonders fragwürdig, daß man eben immer die Voraussetzung machen mußte, die geistige Offenbarung stamme aus Quellen heraus, die zunächst ihrer eigentlichen Beschaffenheit nach eben verborgen blieben.

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