{"corpus":"steiner","locus":"GA 233a/1924-04-19/p040","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dasjenige, was mit dem Menschenschicksal so tief verbunden ist, wurde alljährlich im Herbste unmittelbar im Geiste des Menschen erweckt. Man hätte es in der damaligen Zeit nicht für möglich gehalten, an die äußere Natur anzuknüpfen. Was im Geiste erlebt werden konnte, das stellte man in der Kultushandlung, in der symbolischen Handlung dar. Als aber gerade das Bild der alten Zeit getilgt werden sollte, als Erinnerung - bildlose, innere, seelisch erlebte Erinnerung an das Mysterium von Golgatha, das dasselbe darstellt - eintreten sollte, da hatte die Menschheit zunächst nicht die Kraft, das zu vollziehen, weil der Geist in die Untergründe der Seele des Menschen ging. Da blieb denn bis in unsere Zeit die Sache so, daß man die Anlehnung an die äußere Natur brauchte. Aber die äußere Natur gibt kein Sinnbild, kein vollständiges Sinnbild vom Schicksale des Menschen im Tode. Der Todesgedanke, er konnte fortleben. Der Auferstehungsgedanke ist immer mehr und mehr geschwunden. Und wenn auch von der Auferstehung als einem Glaubensinhalte gesprochen wird, lebendig ist die Auferstehungstatsache der Menschheit der neueren Zeit nicht. Sie muß es wieder werden, sie muß es dadurch werden, daß anthroposophische Anschauung den Menschensinn wieder erweckt für den wahren Auferstehungsgedanken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-04-19","location":null,"word_count":194,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233a/1924-04-19/p040","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/233a/1924-04-19/p040"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/233a/1924-04-19/p040"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1924-04-19_02","1924-04-19_03","1924-04-19_04"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}