Erster Vortrag
Wenn daher auf der einen Seite, wie das zur rechten Zeit gesagt worden ist, dem anthroposophischen Gemüte der Michaelsgedanke naheliegen muß als der ankündigende Gedanke, wenn sich dem anthroposophischen Gemüte der Weihnachtsgedanke vertiefen muß, der Ostergedanke muß ein besonders festlicher werden. Denn Anthroposophie muß hinzufügen zu dem Todesgedanken den Auferstehungsgedanken. Sie muß selber werden wie ein inneres Auferstehungsfest der Menschenseele. Sie muß eine österliche Stimmung in die Weltanschauung des Menschen bringen. Sie wird es bringen können, wenn verstanden wird, wie der alte Mysteriengedanke in dem wahrhaft erfaßten Ostergedanken weiterleben kann, wenn eine richtige Anschauung ersteht von Leib, Seele und Geist des Menschen und von dem Schicksal von Leib, Seele und Geist des Menschen in der physischen, seelischen und geistig-himmlischen Welt.
Cite:
GA 233a/1924-04-19/p041 · edition original