Zweiter Vortrag

GA 233a/1924-04-20_04/p011 ·1924-04-20 · original (original)
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Wir Menschen entwickeln uns ja alle schon seit mehr als zwei Jahrtausenden so, daß eigentlich ein Riß in unserer irdischen Entwickelung von uns nicht bemerkt wird, wirklich nicht richtig bemerkt wird. Er ist auch kaum bemerkbar vorhanden. Was mit den Menschen so um das dreißigste Lebensjahr herum innerlich vorgeht, das bleibt ja für den heutigen Menschen zum großen Teil im Unterbewußten, im Unbewußten. Für eine Menschheit, die acht bis neun Jahrtausende vor der Begründung des Christentums lebte, war das ganz anders. Da entwickelte sich der Mensch bis etwa gegen das dreißigste Jahr hin so, daß seine Entwickelung kontinuierlich war. Aber im dreißigsten Lebensjahr trat eine mächtige Metamorphose mit dem Menschen ein. Ich möchte diese Metamorphose ganz radikal aussprechen. Es ist natürlich etwas radikal gesprochen, wie ich es jetzt tun werde; aber es bezeichnet dieses radikale Aussprechen dennoch die Tatsache, mit der man es zu tun hat.

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