Zweiter Vortrag

GA 234/1924-01-20/p011 ·1924-01-20 · original (original)
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Wenn Sie dies bedenken, dann werden Sie sich sagen: Draußen in der Natur sind die Substanzen der verschiedenen Naturreiche. Sie sind heute nun einmal, wie sie eben geworden sind; aber sie sind ganz gewiß nicht immer so gewesen. Das gibt selbst die physische Wissenschaft zu, daß, wenn man zurückgeht im Zeitenverlaufe und man zu alten Zuständen des Irdischen kommt, diese ganz anders sind als heute; also dasjenige, was uns draußen in den Reichen der Natur umgibt, ist erst zu dem geworden, was es heute ist. Und wenn man auf den menschlichen physischen Leib hinsieht, so muß man sich sagen: Der menschliche physische Leib vernichtet, was er aufnimmt, zunächst in sich, verwandelt es - wir werden schon darauf kommen, daß er es in Wirklichkeit vernichtet, aber sagen wir zunächst verwandelt -, jedenfalls muß er es zu einem gewissen Zustande bringen, aus dem heraus er es dann weiterführen kann bis zu der heutigen physischen Natur. Das heißt, wenn Sie sich auf der einen Seite irgendwo im menschlichen Organismus einen Anfang denken, wo die Substanzen beginnen sich bis zu den Ausscheidungen hin zu entwickeln, und dann die Erde sich denken (siehe Zeichnung), so muß die Erde nur in einer langen Zeit irgendwo irgendwie zurückgehen zu einem Zustande, in dem sie einmal war, und in dem heute das Innere des menschlichen physischen Organismus ist. Sie müssen sagen: Es muß irgendwo in der Vergangenheit die ganze Erde in einem Zustande gewesen sein, worin heute irgendetwas im Inneren des Menschen ist. Und in der kurzen Spanne Zeit, in der sich im menschlichen Organismus ein in ihm organisch Verwobenes in die Ausscheidungen verwandelt, in dieser kurzen Zeit wiederholen die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus dasjenige, was im Laufe langer Zeiträume von der Erde selber vollzogen worden ist.

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Cite: GA 234/1924-01-20/p011 · edition original