{"corpus":"steiner","locus":"GA 234/1924-02-02/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe Sie ja aufmerksam darauf gemacht, wie das Ätherische eigentlich auf uns herunterblickt aus der außerirdischen Welt, und wie aus dem Ätherischen herein alles, ob es ein großer oder ein kleiner Tropfen ist, rund gemacht wird, kugelig gemacht wird (es wird gezeichnet). Und diese Tendenz, aus dem Kräftezusammenhang des Ätherischen heraus ein Kugeliges zu gestalten, erstreckt sich auch auf den Ätherleib des Menschen. Eigentlich haben wir fortwährend mit Bezug auf unseren Ätherleib damit zu kämpfen — natürlich geschieht das alles im Unterbewußten -, die Kugelform zu überwinden. Der menschliche Ätherleib, so wie er nun einmal ist, ist sehr angepaßt in seiner Form, in seiner Gestaltung dem menschlichen physischen Leib. Er hat nicht so feste Grenzen, er ist in sich beweglich; aber wir können in ihm auch unterscheiden eine Kopfpartie, eine Rumpfpartie, undeutlich die Gliedmaßenpartien, da verschwimmt der Ätherleib. So daß es so ist, daß wenn wir einen Arm bewegen, der Ätherleib, der sich sonst der Form des menschlichen Organismus anpaßt, nur etwas herausragt über denselben, während er nach unten auseinandergeht‘ Dieser Ätherleib hat aber durch das Universum, durch den Kosmos eigentlich die Tendenz, Kugelform anzunehmen. Gegen diese Kugelform muß eben dasjenige, was als höheres Wesen im Menschen ist, der astralische Mensch und der Ich-Mensch kämpfen. Das plastiziert heraus aus der Kugelform eben diese Form, die sich der menschlichen Gestalt anpaßt. So daß wir sagen können: Der Mensch stellt sich als Äthermensch in die allgemeine Ätherwelt so hinein, daß er in sich zusammenschließt eine Eigenform aus dem Ätherischen; während ringsherum alles Ätherische darnach trachtet, soweit Gestaltung in Betracht kommt, Kugeliges zu gestalten aus dem Flüssigen. Beim Menschen wird das Flüssige, wenn ich mich so ausdrücken darf, eben menschenähnlich, aber das geschieht durch innere Kräfte. Da arbeiten die inneren Kräfte den äußeren kosmischen Kräften entgegen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-02-02","location":null,"word_count":294,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/234/1924-02-02/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/234/1924-02-02/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/234/1924-02-02/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}