{"corpus":"steiner","locus":"GA 234/1924-02-02/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie werden sagen: Aber mein astralischer Leib wirkt doch in mir. Das tut er auch, selbstverständlich tut er das; aber denken Sie sich, hier wäre irgendein Wesen (es wird gezeichnet), das hätte irgendwelche Stricke und würde durch diese Stricke, die mechanisch verbunden wären, etwas verrichten. Weit weg im Raume tritt die Wirkung von einem Wesen auf, das eben hier ist. So ist es hier mit der Zeit. Ihr astralischer Leib ist da geblieben, aber er streckt seine Wirkungen eben durch das ganze Leben aus. Wenn Sie also heute eine Wirkung Ihres astralischen Leibes beachten, so hat die ihren Ursprung in der Zeit, die längst vergangen ist, wo Sie, noch bevor Sie auf die Erde heruntergestiegen sind, in der geistigen Welt waren. Die Zeit wirkt da herein. Die Zeit ist, mit anderen Worten, da geblieben für das Geistige. Und derjenige, der glaubt, daß das Vergangene in dem, was in der Zeit wirklich lebt, nicht mehr da sei, der gleicht einem Menschen, der in einem Eisenbahnzug sitzen würde, fortführe, und einer sagte ihm: Du, das war doch eine schöne Gegend, die wir da Mitte unten durchfahren haben -, und der Mensch, der also einfältig wäre, würde sagen: Ja, schöne Gegend, aber sie ist ja verschwunden, sie ist ja gar nicht mehr da. — Solch ein Mensch würde also glauben, wenn er mit dem Eilzug vorübergefahren ist an einer Gegend, dann sei sie verschwunden, sei nicht mehr da. Geradeso gescheit ist es, wenn der Mensch glaubt, was in der Zeit vergangen ist, sei nicht mehr da. Es ist eben fortwährend da, es wirkt in ihn herein. Der 3. Januar 1904 in seinem geistigen Bestande ist noch da, geradeso wie das Räumliche da ist, wenn Sie durchgefahren sind; es ist da, und es ist so da, daß es hereinwirkt in die Gegenwart.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-02-02","location":null,"word_count":298,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/234/1924-02-02/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/234/1924-02-02/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/234/1924-02-02/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}