Achter Vortrag

GA 234/1924-02-09/p010 ·1924-02-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Hat man nämlich die imaginative Anschauung des Menschen, dann wird so etwas, was man versucht hat zu malen, nicht symbolisch sein in dem schlechten Sinne, den das Symbolische in der heutigen Zivilisation hat, wo es strohern ist, sondern es wird Elemente des physischen Seins enthalten, solche, die zu gleicher Zeit aus dem physischen Sein herausheben. Und man könnte auch folgendes sagen - man muß nämlich anfangen, ein bißchen in Paradoxien zu reden, wenn man von der geistigen Welt spricht, weil die geistige Welt tatsächlich gegenüber der physischen ja ganz anders ausschaut, deshalb paradox ausschaut —, man möchte sagen, wenn man beginnt, mit imaginativer Erkenntnis den Menschen anzuschauen, so hat man dem Kopfe gegenüber das Gefühl: Ach, wie scharf mußt du jetzt denken, um dich diesem Kopf des Menschen gegenüber aufrechtzuerhalten. Man kommt sich, wenn man über den Kopf des Menschen mit imaginativem Bewußtsein nachsinnt, nach und nach ganz schwachsinnig vor, weil man mit den scharfsinnigsten Gedanken, an die man sich gewöhnt hat im Leben, nicht leicht herankommen kann an dieses Wundergebilde des menschlichen Hauptes als physisches Gebilde.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/234/1924-02-09/p010.json
Cite: GA 234/1924-02-09/p010 · edition original