Achter Vortrag

GA 234/1924-02-09/p025 ·1924-02-09 · original (original)
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Dieses Bewußtsein, daß das innere Leben zum Teil in einer Art von Wechsel auf die Zukunft nach dem Tode geschehen muß, dieses innerliche Bewußtsein vertieft ungeheuer das Menschenleben. — Geisteswissenschaft ist nicht nur dazu da, daß man theoretisch das eine oder das andere wissen lernt. Derjenige, der Geisteswissenschaft so studiert, wie man andere Dinge studiert, der tut eigentlich nützlicher, ein Kochbuch zu studieren. Da wird er wenigstens dazu gedrängt, die Sache nicht bloß theoretisch zu betrachten. Denn das Leben sorgt dafür, hauptsächlich das Leben des Magens und was sich daran reiht, daß man ein Kochbuch ernster nimmt als eine bloße Theorie. Es ist schon notwendig, daß Geisteswissenschaft, wenn sie an den Menschen herantritt, das Leben empfindungsgemäß, herzgemäß vertieft.

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