Achter Vortrag

GA 234/1924-02-09/p029 ·1924-02-09 · original (original)
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Sehen Sie, da fühlt dann der Mensch so, als wenn sein weiteres zukünftiges Leben im Schoße des Weltenalls jetzt getragen würde. Es ist eine Art Embryonalleben für das weitere Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, was da der Mensch erlebt, nur daß er nicht von einer Mutter embryonal getragen wird, sondern von der Welt, nämlich von der Welt dessen, was er hier im physischen Dasein nicht erlebt hat. Er lebt sein physisches Dasein noch einmal zurück, aber in der Weltenbedeutung. Da erlebt er es mit einem stark geteilten Bewußtsein. Wenn wir hier in der physischen Welt leben und die Wesen, die um uns herum sind, anschauen, dann fühlen wir uns als Mensch so recht wie ein König den anderen Wesen gegenüber. Selbst wenn wir den Löwen den König der Tiere nennen, so fühlen wir uns als Menschen über ihn noch immer erhaben. Der Mensch fühlt die Wesen der anderen Reiche als unter ihm stehend. Er kann die anderen beurteilen; er schreibt aber den anderen nicht zu, daß sie ihn beurteilen können. Er steht über den anderen Wesen der anderen Reiche der Natur. Ja, ein anderes Gefühl hat der Mensch, wenn er nach dem Tode durch das Erleben durchgeht, das ich eben geschildert habe. Da fühlt er sich nicht Reichen der Natur gegenüber, über die er erhaben ist, sondern er fühlt sich Reichen der geistigen Welt gegenüber, denen gegenüber er unterhaben ist. Er fühlt sich jetzt als das Niedrigste und die anderen über ihm stehend.

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Cite: GA 234/1924-02-09/p029 · edition original