Achter Vortrag

GA 234/1924-02-09/p034 ·1924-02-09 · original (original)
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Dann aber, wenn man dieses so durchschaut, kann man noch einmal einen Blick zurückwerfen auf die Traumeswelt, und dann erscheint einem diese Traumeswelt in einem neuen Lichte. Wenn man so schaut, wie ein Mensch nach dem Tode die geistigen Seiten seiner Erdentaten, seines Erdendaseins erlebt, auch seiner Erdengedanken, dann kann man wiederum zurückblicken auf den träumenden Menschen, auf all das, was der Mensch während des Schlafes erlebt hat und dann sagt man sich: Während des Schlafes hat der Mensch das schon einmal, aber nur ganz unbewußt durchlebt. Und es tritt jener Unterschied auf zwischen dem Schlafeserleben und dem Erleben, das man jetzt hat nach dem Tode. Betrachten Sie das menschliche Erdenleben. Die wachen Zustände sind da, immer unterbrochen vom Schlaf. Nun, nehmen wir an, daß einer keine Schlafmütze ist, so bringt er ungefähr ein Drittel seines Lebens schlafend zu. Während dieses Drittels seines Lebens durchlebt er tatsächlich, nur weiß er nichts davon, diese andere geistige Seite seiner Taten. Der Traum wirft ja nur ein ganz leichtes Wellenkräuseln auf. Da merkt man manches von dieser anderen Seite im Traume, aber es ist ein schwaches Wellenkräuseln oben. Der tiefe Schlaf aber läßt unbewußt erleben alles das, was die geistige Seite des Tageslebens ist.

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