Zehnter Vortrag

GA 235/1924-03-16/p022 ·1924-03-16 · original (original)
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Es ist leichter, von einer historischen Persönlichkeit weiterzugehen, um sie wieder aufzufinden, als der umgekehrte Weg, den ich in den letzten Vorträgen charakterisiert habe, wo von späteren Inkarnationen auf frühere zurückgegangen wird. Wenn man nun die Individualität des Harun al Raschid ins Auge faßt, wenn man sie innerlich kennenlernt, kennenlernt, wie man sagt, im astralischen Lichte, kennenlernt, wie sie als geistige Individualität in ihrer Zeit vorhanden war im 9. Jahrhundert, wenn man ins Auge faßt, was sie hinter den Kulissen der Weltgeschichte noch war, was sich nur eben mit jenem Glanz, den ich geschildert habe, an der Oberfläche der Geschichte entwickelt hat, dann verfolgt man die Zeiten, den Zeitenlauf — und findet solch eine Individualität, wie sie in Harun al Raschid war, durch den Tod gegangen, mitmachend, gewissermaßen von der geistigen Welt herunterschauend auf dasjenige, was auf der Erde geschieht: die äußerliche Ausrottung des Arabismus, schicksalsgemäß von der anderen Seite her mitmachend diese Ausrottung. Man findet, wie solch eine Individualität durchgeht durch die geistige Welt und wieder erscheint, vielleicht nicht in solchem Glanze, aber mit einer Seelenverfassung, die schon eine typische Ähnlichkeit hat mit derjenigen, die vorher da war.

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