Erster Vortrag

GA 236/1924-04-06/p015 ·1924-04-06 · original (original)
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Und so haben wir dieses merkwürdige, große, bedeutsame Schauspiel in dem geschichtlichen Werden, daß sich Harun al Raschid entwickelt, um vom Westen nach Osten eine Kulturströmung einzuleiten, die abstrakt, äußerlich-sinnlich ist; und von Osten herüber hat ja Amos Comenius in Siebenbürgen, in der heutigen Tschechoslowakei, bis nach Deutschland herein seine Tätigkeit entwickelt und ist dann in holländischer Verbannung gewesen. Amos Comenius hat — wer sein Leben verfolgt, wie er es darlebt als der Reformator der neueren Pädagogik für die damalige Zeit und als der Verfasser der sogenannten «Pansophia», kann es sehen -, er hat herübergetragen dasjenige, war er am Hofe Harun al Raschids aus älterer Einweihung heraus entwickelt hat. In der Zeit, als der Bund der «Mährischen Brüder» gegründet wurde, in der Zeit auch, als das Rosenkreuzertum schon einige Jahrhunderte hindurch gewirkt hatte, als die «Chymische Hochzeit» erschien, die «Reformation der ganzen Welt» von Valentin Andreae, da hat Amos Comenius, dieser große, bedeutende Geist des 17. Jahrhunderts, in all das, was da kam angeregt aus derselben Quelle heraus, seine bedeutsamen Anregungen hineingebracht.

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