Fünfter Vortrag

GA 236/1924-04-27/p017 ·1924-04-27 · original (original)
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Die Details sind so bekanntgeworden, daß sie wohl hier nicht erzählt zu werden brauchen. Alles Folgende hat sich so vollzogen, daß kein Mensch, der die Verhältnisse kannte, daran zweifeln konnte, als die Dinge bekannt wurden, daß ein Selbstmord des Kronprinzen Rudolf vorlag. Denn erstens waren die Umstände so, daß ja in der Tat, nachdem das offizielle Bulletin herausgegeben war, daß ein Unglücksfall vorläge, sich zunächst der ungarische Ministerpräsident Koloman Tisza gegen diese Version wendete und von dem damaligen österreichischen Kaiser selbst die Zusage erlangte, daß man nicht stehenbleiben werde bei einer unrichtigen Angabe. Denn dieser Koloman Tisza wollte vor seiner ungarischen Nation diese Angabe nicht vertreten und machte das energisch geltend. Dann aber fand sich in dem Ärztekollegium ein Mann, der damals eigentlich zu den mutigsten Wiener Ärzten gehörte und der auch mit die Leichenbeschau führen sollte, und der sagte, er unterschriebe nichts, was nicht durch die objektiven Tatsachen belegt wäre.

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