Zwolfter Vortrag

GA 236/1924-05-29/p006 ·1924-05-29 · original (original)
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Wir wissen ja, daß jeder der Planeten, wenn wir auf sein äußeres physisches Scheinen hinschauen, eigentlich nur das Zeichen dafür ist, daß in der Richtung, aus der uns der Planet, der Stern überhaupt erscheint, eine Kolonie von geistigen Wesen vorhanden ist. Wir schauen zu einem Stern; aber dies, was wir im Stern glänzen, leuchten sehen, ist das äußere Zeichen, daß in dieser Richtung unser Seelenblick auf eine kosmische Kolonie geistiger Wesenheiten aufstößt. Wir stehen nun ja zu unserem Leben so, daß wir in unserem physischen Leib einen ätherischen Leib tragen. In dem Augenblicke, wo der Mensch zur imaginativen, übersinnlichen Erkenntnis aufsteigt, nimmt er ja alles das wahr, was er durch seinen Ätherleib wahrnehmen kann. Und ich habe Ihnen des öfteren angedeutet, wie dann der Mensch zurückschaut auf das Tableau seines Erdenlebens seit seiner Geburt, und wie gleichzeitig alle die Ereignisse und Kräfte, die er erlebt hat und die eingegriffen haben in sein Wachstum, in seine ganze physische, seelische und geistige Organisation, in einem mächtigen Panorama, in einem mächtigen Tableau, als wenn die Zeit zum Raume geworden wäre, vor der Menschenseele stehen. So das Leben zu überblicken lernt man, wenn man eben zur imaginativen Erkenntnis hinauf initiiert wird.

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