Dreizehnter Vortrag

GA 236/1924-05-30/p035 ·1924-05-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Solange man bei der imaginativen Erkenntnis bleibt und zurückschaut auf das eigene Erdenleben, so lange ist man völlig überzeugt davon, daß man als Mensch eine Einheit ist; man ist auch völlig überzeugt davon, daß gewisse Handlungen im Leben frei sind, weil man sie aus der Einheit der Menschennatur heraus vollbringt. Man merkt auch noch nicht viel von seinem Karma bei der bloßen imaginativen Erkenntnis. Tritt die inspirierte Erkenntnis ein und kehrt man wiederderum zurück in den Leib, dann fühlt man sich aufgeteilt in eine Welt von unzähligen Hierarchien. Man gelangt in seinen Leib zurück und weiß zunächst nicht, wer man ist. Ist man der Engel, ist man dieses Wesen aus der Hierarchie der Dynamis, Exusiai und so weiter? Man ist aufgeteilt in eine Welt von Wesenheiten. Man ist betäubt von der Vielheit seines Wesens, denn man ist mit diesen Wesen allen eins.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/236/1924-05-30/p035.json
Cite: GA 236/1924-05-30/p035 · edition original