Dreizehnter Vortrag

GA 236/1924-05-30/p046 ·1924-05-30 · original (original)
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Stellen Sie sich vor, Ste überschauen das schicksalsmäßige Leben eines Menschen. Man sollte das schicksalsmäßige Leben eines Menschen wahrhaftig nicht gleichgültig überschauen, denn indem man auf das Schicksal eines Menschen hinschaut, überschaut man eigentlich etwas, was an Taten sich von der obersten Hierarchie in die unterste, von der untersten wiederum zurück in die oberste ergießt. Auf ein Weben und Arbeiten und Leben in der Reihenfolge der Hierarchien schaut man, wenn man auf das Schicksal eines Menschen hinschaut. Man sollte im Grunde genommen das Schicksal eines Menschen mit einer ungeheuren inneren Pietät, mit tiefer innerer Ehrfurcht betrachten, weil man, indem man das Schicksal eines Menschen betrachtet, vor der ganzen Welt der Götter steht.

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