Dreizehnter Vortrag

GA 236/1924-05-30/p048 ·1924-05-30 · original (original)
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Denken Sie an die Szenen, die sich abspielen für Strader und Capesius im Übersinnlichen, wo sie als ganz andere Wesensformen auftreten, aber dieselben sind. Das ist ja nur die andere Seite, die wirklich im Menschen ist, dasjenige, was in der Welt der Götter, und nicht in der Welt der Erdenreiche, der Mineralien, der Tiere, der Pflanzen, der Berge, der Wolken und Bäume und so weiter ist. Wie mit heiliger Scheu hinzuschauen auf die Schicksale der Menschen, das ist auch etwas, was wir uns aneignen müssen, was die Zeit sich aneignen muß. Wenn man Biographien liest, die unsere heutigen materialistisch gesinnten Menschen schreiben, so ist es eigentlich furchtbar, denn die werden ohne heilige Scheu vor dem Schicksal desjenigen geschrieben, für den man diese Biographie schreibt. Eigentlich sollten Biographen wissen, daß, indem sie in ein Menschenleben auch nur schildernd hineingreifen, sie in einer unsichtbaren Weise in alle Hierarchien hineingreifen.

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Cite: GA 236/1924-05-30/p048 · edition original