Siebzehnter Vortrag

GA 236/1924-06-29/p005 ·1924-06-29 · original (original)
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Wir brauchen zunächst nur an alles das zu denken, was heute aus einer gewissen Lebensanschauungsart großer Teile der Menschheit hervorgeht. Sehen wir nur hin nach dem, was im Osten Europas aus dem Christentum gemacht worden ist, sehen wir hin, wie ja in nicht ganz unglaubhafter Weise zu uns nun die Kunde dringt, daß von dem gegenwärtigen Regime Sowjetrußlands 7ölstois Schriften eingestampft werden sollen, unsichtbar gemacht werden sollen für alle Zukunft. Wenn auch natürlich solche Dinge nicht gleich in der Art zutage treten, wie es angekündigt wird, so dürfen wir uns doch nicht dem Ernste des Augenblicks verschließen, des weltgeschichtlichen Augenblicks, in dem wir leben, und wir sollten die Mahnung der Initiationswissenschaft hören, die sie eigentlich täglich geben möchte: daß heute schon die Zeit wäre, wo die mannigfaltigsten kleinen Angelegenheiten, die die Menschen beschäftigen, ein wenig schweigen sollten und möglichst viele Seelen sich den großen Angelegenheiten zuwenden sollten. Das Interesse für die großen Angelegenheiten ist aber eher im Schwinden als im Zunehmen begriffen.

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