{"corpus":"steiner","locus":"GA 237/1924-07-01/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Heute fühlt sich der Mensch, wenn er so auf sich selbst zurückblickt, als der Besitzer von Gedanken, Gefühlen, Willensimpulsen, die dann zur Tat werden. Vor allen Dingen schreibt sich der Mensch eben zu das «ich denke», das «ich fühle», das «ich will». Bei diesen Geistern, bei diesen Persönlichkeiten, von denen ich jetzt rede, war das «ich denke» noch gar nicht von solcher Empfindung begleitet, mit der wir heute sagen: Ich denke -, sondern nur das «ich fühle» und «ich will». Diese Menschen haben ihrer eigenen Persönlichkeit nur ihr Fühlen und ihr Wollen zugeschrieben. Aus altzivilisatorischen Untergründen heraus lebten sie viel mehr in der Empfindung «es denkt in mir», als daß sie gedacht hätten «ich denke». Sie dachten wohl: «ich fühle, ich will», aber sie dachten durchaus nicht in demselben Maße: «ich denke», sondern sie sagten sich — und das ist eine ganz reale Anschauung gewesen, die ich Ihnen jetzt mitteilen will —: Gedanken sind in der sublunarischen Sphäre, da leben die Gedanken. — Überall sind diese Gedanken in derjenigen Sphäre, die gegeben ist dadurch, daß wir uns die Erde (siehe Zeichnung, blau) vorstellen an einem gewissen Punkt, den Mond hier an einem anderen, dann Merkur, Venus und so weiter. Sie dachten sich die Erde als dichte, feste Weltenmasse, aber sie dachten sich als zweites, was dazu gehört, die lunarische Sphäre bis zum Monde hinauf (gelb).","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-01","location":null,"word_count":225,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-01/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-01/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/237/1924-07-01/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1924-07-01_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}