Erster Vortrag

GA 237/1924-07-01/p010 ·1924-07-01 · original (original)
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Sehen Sie, heute kann ein Mensch sich so etwas meinetwillen auch als Begriff zu eigen machen. Er kann vielleicht sogar aus der Anthroposophie heraus so etwas einsehen. Aber er vergißt es ja gleich wieder, wenn es aufs praktische Leben ankommt. Wenn es aufs praktische Leben ankommt, dann macht er sich gleich eine ganz merkwürdige Vorstellung, er macht sich die Vorstellung, daß die Gedanken in ihm entspringen, was ganz gleich wäre, wie wenn er meinte, daß der Sauerstoff, den er aufnimmt, nicht von außen aufgenommen würde, sondern aus ihm heraus entspränge. Für die Persönlichkeiten, von denen ich spreche, war eben ein tiefes Gefühl, ein unmittelbares Erlebnis: Ich habe nicht meine Gedanken als meinen Besitz, ich darf eigentlich nicht sagen, «ich» denke, sondern «Gedanken sind», und ich nehme sie auf, diese Gedanken.

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