Erster Vortrag

GA 237/1924-07-01/p024 ·1924-07-01 · original (original)
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Denn mit den Gespenstern der Toten war das eben gemeint, was ich jetzt charakterisiert habe. Da konnten die Menschen noch hineinwachsen in dasjenige, was sie eben lernten. Man lernte innerhalb einer gewissen Gemeinschaft, sagen wir einer Dominikanergemeinschaft, daß der Mensch individuell ist, auch seine individuelle Unsterblichkeit hat. Man lernte, daß es eine falsche, ketzerische Anschauung ist, wenn in bezug auf das Denken eine All-Erdenseele angeschaut wird, man lernte das scharf bekämpfen. Aber man empfand in gewissen Augenblicken, in denen man so recht mit sich selber zu Rate ging, das objektive Wirken der Gedanken von den Überresten der verstorbenen Menschen und sagte sich dann: Ist es denn ganz richtig, daß ich das tue, was ich tue? Da ist etwas Unbestimmtes, das in meine Seele hineinwirkt. Ich komme nicht auf dagegen. Ich werde festgehalten. Ja, die Intellekte der Menschen, oder wenigstens vieler Menschen, waren eben zu jener Zeit noch so geordnet, daß für sie die Toten wenigstens noch tagelang nach dem Tode recht allgemein sprachen. Und hatte der eine aufgehört zu sprechen, so fing ein anderer an. Man fühlte sich auch in bezug auf solche Dinge dann ganz darinnen im allgemeinen Geistigen des Weltenalls, wenigstens noch im Ätherischen.

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Cite: GA 237/1924-07-01/p024 · edition original