Zweiter Vortrag

GA 237/1924-07-04/p020 ·1924-07-04 · original (original)
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Und wenn sich der Ätherleib auflöst, das heißt, wenn die Gedanken eingeatmet sind von Angeloi, Archangeloi, Archai, dann tritt der Mensch nach einigen Tagen in dieses Zurückleben ein, wie ich es Ihnen geschildert habe. Da erlebt der Mensch seine Taten, seine Willensimpulse, seine Gedankenrichtungen so, wie sie gewirkt haben in den anderen Menschen, denen er irgend etwas Gutes oder Böses zugefügt hat. Er lebt sich ganz ein in die Gemüter der anderen Menschen, er lebt nicht in seinem eigenen Gemüte. Mit dem deutlichen Bewußtsein, daß er es ist, der mit diesen Dingen etwas zu tun hat, erlebt er die Erlebnisse, die in den Tiefen der Seelen der anderen Menschen vor sich gegangen sind, mit denen er in karmische Verbindung getreten ist, denen er überhaupt irgend etwas in Gutem oder Bösem zugefügt hat. Da zeigt es sich wieder, wie nunmehr dasjenige aufgenommen wird, was der Mensch so erlebt. Er erlebt es in voller Wirklichkeit, in einer Wirklichkeit, die ich ja schildern mußte als wirklicher noch als die Sinneswirklichkeit zwischen der Geburt und dem Tode. Er erlebt also eine Realität, in der er, ich möchte sagen, glutvoller drinnen steht als hier im Erdenleben.

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Cite: GA 237/1924-07-04/p020 · edition original