Fünfter Vortrag
Wir stehen da durchaus, wenn wir auf diese ersten christlichen Jahrhunderte hinschauen, in einer Zeit, in der die Menschen noch ganz anders waren als jetzt. Wir können sagen: Wenn der heutige Mensch aufwacht, so geschieht das so, daß er eigentlich mit großer Schnelligkeit hineinschlüpft in seinen physischen Leib, natürlich mit der Reserve, die ich hier besprochen habe. Ich sagte schon, das Hineinschlüpfen und das Sich-Ausdehnen darinnen dauert ja den ganzen Tag; aber die Wahrnehmung, daß das Ich und der astralische Leib herankommen, das geschieht außerordentlich schnell. Es ist heute für den aufwachenden Menschen sozusagen keine Zwischenzeit vorhanden zwischen dem Gewahrwerden des ätherischen Leibes und dem Gewahrwerden des physischen Leibes. Man geht schnell durch die Wahrnehmung des ätherischen Leibes hindurch, bemerkt den ätherischen Leib gar nicht und taucht sogleich in den physischen Leib hinein beim Aufwachen. Das ist die Eigentümlichkeit des heutigen Menschen.
Cite:
GA 237/1924-07-11/p005 · edition original