Fünfter Vortrag

GA 237/1924-07-11/p008 ·1924-07-11 · original (original)
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Wiederum war das nicht so in jenen Zeiten, von denen ich gesprochen habe. Da sog das Ich nicht sogleich den astralischen Leib auf, sondern der astralische Leib blieb in seiner eigenen Substanz selbständig bestehen, nachdem die Menschen eingeschlafen waren. Und er blieb eigentlich bis zu einem gewissen Grade die ganze Nacht hindurch bestehen. So daß der Mensch am Morgen nicht so aufwachte, daß er aus der Bewußtseinsfinsternis aufwachte, sondern er wachte so auf, daß er die Empfindung hatte: Du hast ja da in einer lichtvollen Welt gelebt, in der allerlei vorgegangen ist; Bilder waren es zwar, aber es ist allerlei vorgegangen. — Es war also durchaus so, daß der Mensch in der damaligen Zeit eine Zwischenempfindung hatte zwischen dem Wachen und Schlafen. Sie war leise, sie war intim, aber sie war da. Das hörte bei der eigentlich zivilisierten Menschheit erst vollständig auf mit dem Beginn des 14. Jahrhunderts. Dadurch aber erlebten ja alle die Seelen, von denen ich neulich gesprochen habe, die Welt anders, als sie die heutigen Menschen erleben. Stellen wir uns einmal vor das Auge, wie die Menschen, also Sie alle, meine lieben Freunde, dazumal die Welt erlebten.

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Cite: GA 237/1924-07-11/p008 · edition original