Fünfter Vortrag

GA 237/1924-07-11/p020 ·1924-07-11 · original (original)
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Dazu kam aber noch etwas anderes. Diese Seelen waren sozusagen die letzten, die innerhalb der europäischen Zivilisation sich noch etwas bewahrt hatten von diesem gesonderten Wahrnehmen des ätherischen und astralischen Leibes im Wachen und Schlafen. Sie lebten durchaus, indem sie sich an diesen Eigentümlichkeiten des Seelenlebens erkannten, in Gemeinschaften. Man sah sie innerhalb derjenigen Christen, die sich immer mehr und mehr an Rom anschlossen, als Ketzer an. Man war ja dazumal noch nicht so weit, daß man die Ketzer in derselben strengen Form verdammte wie später, aber man sah sie als Ketzer an. Man hatte überhaupt von ihnen einen unheimlichen Eindruck. Man hatte eben den Eindruck, daß sie mehr sahen als die anderen Leute, daß sie auch zu dem Göttlichen in einer anderen Weise standen durch das Wahrnehmen des Schlafzustandes. Denn die anderen Menschen, unter denen sie wohnten, die hatten eben längst dieses verloren, hatten sich längst mehr der Seelenverfassung genähert, die dann im 14. Jahrhundert in Europa allgemein wurde.

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