{"corpus":"steiner","locus":"GA 237/1924-07-28/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieser Vortrag, wie Sie voraussetzen werden, muß eine Fortsetzung der Betrachtungen sein, die hier angestellt worden sind über den inneren Werdegang im Karma der Anthroposophischen Gesellschaft. Wir haben die Ereignisse in der physischen und überphysischen Welt, welche dem zugrunde liegen, was augenblicklich aus Anthroposophie sich der Welt kundgeben will, verfolgt. Wir wissen ja, meine lieben Freunde, daß wir zwei wichtige Einschnitte in dem Entwickelungsgang der Menschheit gerade in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen haben. Der eine Einschnitt ist derjenige, auf den ich öfters aufmerksam gemacht habe: der Ablauf des sogenannten finsteren Zeitalters mit dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein lichtes Zeitalter gegenüber dem finsteren Zeitalter hat begonnen. Wir wissen ja, daß dieses finstere Zeitalter eingemündet ist in diejenige menschliche Seelenverfassung, welche die geistigen Augen der Menschen verschließt gegenüber der übersinnlichen Welt. Wir wissen, daß es in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung ein allgemeiner Zustand des Menschen war, wenn auch traumhaft, wenn auch mehr oder weniger instinktiv, so doch hineinzuschauen in die geistige Welt. Zu zweifeln an der Wirklichkeit der geistigen Welt, das war in älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung ganz unmöglich. Hätte dieser Zustand aber fortgedauert, hätte die Menschheit weitergelebt in diesem instinktiven Hineinschauen in die geistige Welt, so würde dasjenige in der Menschheitsentwickelung nicht heraufgekommen sein, was man Intelligenz des einzelnen Menschen nennen kann, die Handhabung des Verstandes, der Vernunft durch den individuellen, durch den persönlichen Menschen. Und damit ist ja verknüpft, was den Menschen zur Freiheit seines Willens führt. Das eine ist nicht ohne das andere denkbar.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-28","location":null,"word_count":252,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-28/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-28/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/237/1924-07-28/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}